06 Februar 2011

Brisbane Baby


Blogupdate aus Queensland

Ich fang am besten noch in Sydney vor 1 ½ Wochen an. Einige weitere Umzüge habe ich mit Dean zusammen erledigt. Dabei hatte Dean die Rolle des Foreman, welche er auch zu ernst genommen hat. Denn erstens hatte er es immer zu eilig, die Möbel mussten schnell raus wobei das eine oder andere Mal was beschädigt wurde. Weiterhin hatte er mich angeschrien und beleidigt, was ich dann auch getan habe und die Zusammenarbeit mit Ihm fast verweigert hätte. Er hatte sich nicht an die Regeln gehalten, was das Parken und absichern des Trucks betrifft und hat aufgrund der Höhe Schäden an Bäumen und Gebäuden eingefahren. Einparken in einer Hofeinfahrt, zählte zu seinen größten Schwächen, denn er brauchte teilweise bis zu 5min um überhaupt mal gerade zu stehen. Hilfe lehnte er unverschämt ab, er sei ja schließlich für den Truck verantwortlich, wobei er schon gegen die nächste Hauswand gefahren war. Er sagte mir zum Schluss, dass er in Brisbane nicht mir zusammenarbeiten würde, worauf ich nur ein lässiges „cool“ mit einem Grinsen von mir gab. Passte Ihm natürlich nicht. Nichtsahnend, dass ich Ihn nach diesem Auftrag nie wieder sehen würde.

Aussie Day

Der 26.01 eines jeden Jahres ist vergleichbar mit dem Indepence Day der Amerikaner. Es ist der Tag, der Australier, einfach bekannt unter Australia Day. Man zeigt Flagge, packt alles aus um sein Land zu präsentieren. Was wird an diesem Tag gefeiert? Der Ursprung des Australia Day liegt im Jahre 1787, in dem sich eine englische Schiffsflotte namens First Fleet mit 756 Strafgefangenen auf den Weg nach Australien gemacht hat. Die 11 Schiffe nahmen den Weg über Teneriffa und Rio de Janeiro und landeten letztlich in Sydney Cove, wo dann die erste Siedlung Australiens entstand. Diese ist, wie der Name es schon sagt, das heutige Sydney. Damit wurde der Grundstein für die “weiße” Geschichte Australiens gelegt. (Hab ich schön Copy + Paste gemacht).



Eine sensationelle Stimmung herrschte an dem Tag, welche bei hohen Temperaturen von 38 Grad und einer erdrückenden Luftfeuchtigkeit nochmals auf die Probe gestellt wurde. Verbracht habe ich diesen Tag mit meinen Karlsruher Mädels und einigen weiteren Deutschen. In ganz Sydney gab es Attraktionen für Klein und Groß. Bühnen, Liveshows, sogar ein A380 von Quantas hat man im Tiefflug durch den Harbour fliegen lassen. Fallschirmspringer und noch eine Flugeinlage mit Kampfjets des Militärs. Zum krönenden Abschluss gab es dann auch wieder ein Feuerwerk im Darling Harbour.  Bilder gibt’s im Facebook im Aussie Day Bilderalbum.




Die letzten Tage in Sydney

Letzten Endes hatte ich mich doch entschieden mit Oliver und Fragile Removals nach Brisbane zu gehen. Somit musste ich alle Hebel in Bewegung setzen und mich um eine Ablösung meines Zimmers in Maroubra kümmern. Denn beim Vermieter hatte ich eine Kündigungsfrist von 4 Wochen und er wollte sowieso, dass ich mich um eine weitere Person für das freie Bett bemühe. Seiner Profitgier war schon zu entnehmen dass er mich sonst lieber draußen sehen möchte. Dann hab ich Ihm angekündigt in den nächsten 2-3 Wochen ausziehen zu wollen, was Ihn etwas beruhigt hat. Allgemein im Haus war eine angespannte Stimmung, da eines unserer Pärchen im Haus sich nicht an den Haushaltsplan gehalten hat. Es wurde nicht abgespült, kein Bad geputzt oder Müll aus dem Haus von denen getragen. Die Frechheit (im Auge des Vermieterehepaares) auch noch 2 mal am Tag ein Vollbad zu nehmen sprengte dann natürlich alles. Mieterhöhung (für mich nicht), tägliche Kontrolle des Hauses und sogar die Zimmer wurden ungefragt betreten. Man nimmt sich als Hauseigentümer wohl einfach das Recht die Zimmer zu betreten wie man will da man uns misstraute. Somit weine ich meinem alten Zimmer keine Träne nach, als ich am Dienstag den 1.2 auszog.
Meine Nachmieter, 1 Französin und 1 Franzose aus Paris, hatten sich auf meine Ad gemeldet und haben Sonntags auch schon den Mietvertrag unterschrieben. Zu meinem Glück, denn so war ich aus dem Zimmer rechtzeitig draußen.  Danach hieß es: Goodbye Maroubra, goodbye Sydney. 

Roadtrip to Brisbane

Am Dienstag den 1.2 war es dann soweit, meine Sachen waren gepackt, Oliver holte mich mit dem Fragile Removal Truck ab und es konnte los gehen. Zu meiner Überraschung ohne Dean und seinem Kumpel, denn Oli hatte Sie kurzfristig entlassen. Begründung: Zu viele Schäden, unsaubere Arbeitsweise,  unordentlich, da der Truck nie aufgeräumt war und er hat seine Rolle einfach zu ernst genommen. 



950km Strecke auf dem Pacific Highway 1, 13 Stunden Fahrt und Temperaturen zwischen feuchten 28 und staubtrockenen 43 Grad. Um 0:30 Uhr Ortszeit (Zeitdifferenz -1 Stunde zu Sydney) erreichten wir Brisbane. Die Nacht verbrachten wir im Truck, da wir für unser neues Domizil noch keine Schlüssel hatten. Insgesamt hatte ich vllt. eine Stunde geschlafen, da es einfach zu heiß und zu feucht war. Komplett verklebt und verschwitzt und Stechmücken ohne Ende. Sogar ein Opossum leistete mir Zeitweise Gesellschaft und wartete geduldig auf etwas zu essen. Hatte natürlich nichts. 



First days in Brisbane

Am kommenden Morgen, nahm ich bei Sonnenaufgang das Haus von außen unter die Lupe. Etwas enttäuscht über den Zustand, kam ein Mann zum reinigen der Küche und des Bades. Denn erst kurz davor sind Möbelpacker einer Umzugsfirma aus dem Haus ausgezogen. An sich war das Haus in einem echt widerlichen Zustand. Teppichboden dreckig, Küche sah aus wie Saus und Braus und das Bad, hier hör ich einfach mal auf. Ein weiterer Mann einer Teppichbodenreinigungsfirma machte sich dann zum Glück ans Werk, während uns die Vermieterin anschließend aufsuchte und uns zum Frühstück in ein nahe gelegenes Café begleitete. Diane, Mutter von 4 Töchtern, schon um die 50 Jahre alt, sehr freundlich. Plant das Haus in einem halben Jahr abzureisen. Hatte es sogar kostenlos Leuten angeboten die von den Fluten fliehen mussten, die aber aufgrund des Zustand das Haus ablehnten, was ich selbst nicht mal verstehen kann. Sie ist eine sehr nette und hilfsbereite Person. 



Am selben Tag hatte Sie uns Abends zu einem Aussie BBQ in Ihr Haus eingeladen, um uns mit Ihrer Familie bekannt zu machen. In der Zwischenzeit hatten wir das Haus auf Vordermann gebracht. Es ist wirklich nicht schwer aus einem Saustall ein einigermaßen bewohnbares Haus zu machen. Mit Chlorhaltigen Putzmitteln, Schwämmen und Bürsten, ein bisschen Wasser und einer neuen Klobrille ließen sich alle wichtigen Mängel beseitigen. Der Reinigungskerl und der Teppichreinigungsmensch hatten ebenso gute Arbeit geleistet. Diane stellte uns sogar einige Möbel, die Sie in einem Lager hatte, zur Verfügung. Somit bin ich mit einem Bett, Kommode, Lampe und Ventilator ausgestattet. Oli hat in seinem Zimmer sogar eine Klimaanlage, aber er ist ja auch der Chef. 



Abends ging es dann zur Familie von Diane. Sie hatte uns mit Ihrer 17-jährigen Tochter Vianna abgeholt. Als Mitbringsel ein 24er Pack Bier für uns und eine Flasche Weißwein für Diane. Zugegeben hatte ich dann die Namen der weiteren 2 Töchter und den restlichen 4-5 Herrschaften und 2 Hunden dann auch schon vergessen. Dennoch wurden wir herzlich empfangen und eingeladen desöfteren doch vorbei zu schauen. Aufgetischt wurden ordentlich gegrillte Steaks, mit Salat, Brot und viel Bier. Mein erstes Aussie BBQ. Einfach nur toll und richtig familiär. Wir haben gelacht, gerülpst, getrunken, ja man hat mich als Amerikaner anfangs abgestempelt aufgrund meiner englischen Aussprache. Dennoch wurde schnell klar gestellt woher ich komme und schon kam aus jeder Ecke einige gelernte deutsche Wörter raus. 

Diane, Vianna und Ich.


Wetter

Grundsätzlich das momentan am meisten diskutierte Thema in Bezug auf Australien. Was aktuell so abgeht, ist wohl durchaus auf den Klimawandel zurück zu führen. Obwohl dass keiner wahr haben will, sogar die Australier selbst haben mit so einer enormen Naturgewalt bislang noch nie solche Probleme gehabt wie jetzt. Umso überraschter war ich, wie groß doch die Hilfsbereitschaft der Australier untereinander ist. Im Internet häufen sich die Angebote nach einer kostenlosen Unterkunft für  nun Obdachlose. Definitiv wird keiner im Stich gelassen. Die Wetterkatastrophe macht sich preislich beim Obst und Gemüse deutlich bemerkbar, denn 100%ige Preissteigerungen oder mehr beim ohnehin für deutsche Verhältnisse teuren Lebensmitteln sind keine Seltenheit. So bin ich auf Kirschen gestoßen, die mit 35$ pro Kilo praktisch Luxus waren. Woanders bin ich dennoch auf welche gestoßen die für lockere 15$ das Kilo angeboten wurden.
Hier in Brisbane war vom Zyklonen außer den heißen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit nichts zu spüren. Kein Wind. Von den Überschwemmungen vor knapp einem Monat ist in der Stadt auch nichts mehr zu sehen. Die Aufräumarbeiten sind offensichtlich abgeschlossen und die Stadt geht Ihrem Alltag nach.
Ich bin immer wieder überrascht jedoch, wie schnell sich die Wetterverhältnisse ändern können. Heiss, warm, feucht, trocken, bewölkt, windig, windstill und dann immer zwischen 26-40 Grad. 



Tierisch…

geht es auch im und ums Haus herum zu. Ich bin ja schon einiges gewöhnt, aber das Haus lebt förmlich. Zwischen dem Dach und meiner Decke wohnen unsere Mitbewohner, 2 Opossums. Sind manchmal ziemlich launisch und nutzen gerne das Telefon/Stromkabel zum Mast um das Haus zu verlassen. Gerne aber auch den direkten Weg über das Dach an meinem Fenster vorbei in die Bäume. Nachts lauern Sie am Zaun und hoffen auf eine delikate Spende in Form von Brot oder was auch immer. Anständig sind Sie zumindest, machen Nachts dennoch oft Radau über meinem Kopf. 

Rutli unser Hausgecko


Weiterhin sind ordentlich viele und große Spinnen am start, die sich ruck zuck vermehren und auch nicht zu klein werden. Die eine oder andere Kröte verirrt sich auf den Rasen, die Straße oder auf die Treppen unserer Eingangstür. Nützlich und schön anzusehen ist Rutli, unser Gecko, benannt nach unserer Straße (Rutland Street). Bin gespannt was sich sonst noch hier rumtreibt.

Hochseilakt, ein Opossum überquert die Straße auf seine Art



Homebrew Action

Die aktuellen Bierpreise sind jedem Deutschen in Australien ein Graus, auch Oliver teilt mit mir dieselbe Meinung. Ein Trend, der in Australien immer mehr Anhänger findet, ist das Homebrewing. Bier selbst gemacht. Für Dummies wie wir, gibt es dementsprechend auch ein Kit. So zögerten wir nicht und machten uns in den Nahegelegenen Kmart, um eines der 85$ Homebrew Kits zu ergattern. Ein 25 Liter Eimer mit Zapfhahn, genug PET Flaschen, Biermalzmischung, Hefe usw.



Mit der beigelegten DVD wird schnell und simpel erklärt wie man das Zeug anmischt. Laut Anleitung soll man die Brühe mit der Hefe bei einer Temperatur zwischen 18-27 Grad ruhen lassen. Dumm nur dass es durch die Aussentemperaturen von minimal 26 Grad nie wirklich unter 28 Grad kommt. Wir beobachten das Ganze noch ein paar Tage und beginnen etwas früher als geplant mit der Abfüllung in Flaschen. In der Hoffnung dass wir in 2-3 Wochen unser eigen gebrautes frisch trinken können. Unser Brauergebniss gibt’s dann hoffentlich demnächst frisch serviert im Blog zu begutachten.



Soviel zum aktuellen Stand der Dinge. Ich versuche demnächst auch noch Themenbezogen Beiträge zu verfassen. Gerne gehe ich auf Dinge ein die euch vllt. interessieren könnten. Einfach bescheid geben.

Grüße aus Coorparoo

21 Januar 2011

Neuigkeiten aus Sydney

New Years Eve

Erst einmal wünsche ich euch allen nochmals ein frohes neues Jahr. Ich habe meinen Jahreswechsel praktisch alkoholfrei und bei knapp 22 Grad gut hinter mich gebracht auch wenn meine Geduld kurz vor 12 dann auch fast am Ende war.


Zwischen Weihnachten und Neujahr herrscht in Sydney definitiv ein gewisser Ausnahmezustand, denn jeder möchte einfach hier sein. Das merkt man erst mal daran dass die Preise für Hostels in die Höhe schießen. Hat man noch vor Weihnachten für ein Bett in einem 4-Bett/6-Bett Zimmer pro Nacht ca. 25-35 AU$ gezahlt, so waren die Preise danach bei ca. 45-65AU$. Für die zu-spät-kommenden ein Biss in den sauren Apfel, denn Alternativen sind keinesfalls günstiger, auch nicht weiter außerhalb von Sydney. Scharenweise Touristen, Backpacker oder einheimische aus benachbarten Städten, die Stadt befindet sich zu der Zeit im Ausnahmezustand.


Dementsprechend war die Lage an New Years Eve. Mein roommate Hendrik und die Dani hatten sich dazu entschlossen, am 31.12 um 05:30 Uhr aufzustehen, um zumindest eines der Besten Plätze für das Silvesterfeuerwerk zu ergattern. Ich hatte mich zähneknirschend angeschlossen, da ich auch der Überzeugung war, dass es bessere Plätze gibt um das Spektakel im Hafen von Sydney beobachten zu können. Gesagt getan, wir standen um 7:30 Uhr in einer Schlange von bereits 150 wartenden Leuten an um in den Botanic Garden Tarpeian Way zu gelangen. Jeder Ort von dem man das Silvesterfeuerwerk beobachten konnte, hatte so seine Vor- und Nachteile. So war die Anzahl der Personen die bei uns reingelassen wurden auf 6000 Personen begrenzt. Weiterhin durfte man seine eigenen alkoholfreien Getränke und Essen mitnehmen. Kein Glas und alle Flaschen mussten noch verschlossen/versiegelt sein, denn man hätte ja auch sonst Wodka in eine Wasserflasche einfüllen können. Jedoch gab es bei uns Toiletten, Imbissbuden und Alkoholausschank. An anderen Orten wiederum hätte man alles mitbringen dürfen oder noch weniger, an manchen wurde sogar Eintrittsgeld verlangt. So ist das nun mal. Anbei noch ein Kartenausschnitt wo wir saßen.


Unsere frühe Ankunft hatte sich jedenfalls ausgezahlt, denn somit konnten wir ab halb 11 nachdem die Leute eingelassen wurden, uns einen schattigen Platz unter einem Baum sichern. Zum Pech der danach kommenden Leute, denen nichts anderes übrig blieb, sich der Sonne von 11 Uhr bis 18 Uhr auszusetzen. Dennoch mussten wir die letzten 2 Stunden in der prallen Sonne ausharren, da selbst der Baum dann auch zu hoch seine Blätter hatte. Mit etwas Einfallsreichtum konnten wir uns aber einen Sonnenschutz aus einem Bettlaken basteln.


Um uns herum bildeten sich mehr und mehr Menschenmassen, da man selbst nicht überall im abgesperrten botanischen Garten einen Blick auf die Harbour Bridge bekam. Auf eine penetrante Art, wurde Einem mehr und mehr der Raum auf seinem schönen ergatterten Platz genommen. Jeder Quadratzentimeter wurde ausgefüllt. Zum Glück war dann auch das Feuerwerk nicht mehr fern.
Um 21 Uhr gab es dann das Erste Feuerwerk für die Kleinen Zuschauer und um 0 Uhr ein 12 minütiges Feuerwerk der Extraklasse. Nur für diesen Moment 18,5 Stunden vorher aufzustehen, hat sich für das eine Einzige Mal definitiv gelohnt. Nach einem einstündigen Fußmarsch zur Central Station, nahmen wir unseren Bus nach Hause und landeten um 2 Uhr Ortszeit erschöpft im Bett.

 
Zwischenzeitliches

In der Zwischenzeit von Neujahr bis Heute ist nicht viel spannendes passiert. Ich habe einige Ausflüge gemacht, habe mir den Fishmarket von Sydney angeschaut, bin schwarz mit der Straßenbahn gefahren (nein nicht erwischt worden), ein Ausflug mit der Fähre nach Manly, habe einige alkoholreiche Erlebnisse mit dem hier bekannten Billigwein „Goon“ gehabt und ja meine roommates Hendrik und Dani haben mich am 16.01 verlassen. Diese sind mit einem Mietwagen nach Melbourne aufgebrochen und werden anschließend 2 Wochen Tasmanien bereisen.

 Frische lebendige Krebse vom Fischmarkt... delicious

Fährfahrt vom Circular Quay nach Manly
 Der Strand von Manly - zu dem Zeitpunkt mit Badeverbot aufgrund der starken Wellen
Füttern von Kakadus im Botanic Garden
Sydney Botanic Garden with a view on the Opera House and Harbour Bridge
Mit meinen weiteren Mitbewohnerinnen aus Irland haben wir das eine oder andere Mal auch bereits was unternommen. So haben wir einen Abend mit Ihnen im Irish Pub verbracht und auch zum Abschied von Dani und Hendrik gekocht. Sie für uns Irish Stew und wir für Sie badische Apfelküchle :-)

Meine badischen Apfelküchle


Job

Jobtechnisch kann ich wiederum mehr erzählen. Aus dem Wäschereijob ist leider nichts geworden, weil sich schlicht und einfach keiner gemeldet hat, ich mich aber auch nicht. Nach dem Telefonat mit der Umzugsfirma, wurde ich Sonntags darauf von Oliver zum Jobtraining am nächsten Morgen eingeladen. Oliver ist ein cooler und lässiger Kerl, stammt aus Südwestengland und arbeitet für „Fragile Removals“ seit knapp einem halben Jahr. Er ist 30 Jahre alt und wie ich, mit dem Work & Holiday Visum hier. Der Hauptsitz der Firma ist in Melbourne und Oli ist erst seit 3 Wochen in Sydney, wohnt vorrübergehend in einer WG. Er wurde hier her geschickt um bei neu gewonnene Kunden die Aufträge auszuführen und neue Leute zu rekrutieren.
Am Tag des Jobtrainings fanden wir uns alle an seinem Lieferwagen/Truck ein, um schon mal eine Vorstellung zu haben, was bzw. wieviel transportiert werden kann. Insgesamt waren 10 Leute da die arbeiten wollen. 3 verabschiedeten sich aber auch gleich, weil Sie andere Vorstellungen von dem Job hatten. Der Rest, bestehend aus 2 Italienern, 2 Engländern, 2 Iren und mir blieb. Ein paar Worte über die Bezahlung, der Ablauf eines Auftrags, die verschiedenen Rollen der Mitarbeiter und schon durften wir probeweise die Möbel der WG sicher verpacken und raustragen. Zum Abschluss gabs für jeden ein kühles Bier und die Sympathie war untereinander da. Da nur ein Truck aktuell zur Verfügung stand und noch nicht genug Aufträge da waren, kam jeder abwechselnd dran.

In Australien wohnhaft - Zuhause in Baden ;-)
7 Tage später ging es mit dem ersten Auftrag für mich los. Mit Dean, einer der Iren, und Oliver ging es um 7:00 Uhr in den Stadtteil Pyrmont zum Kunden. Ein schickes modernes Hochhaus mit Penthousewohnungen und einen unglaublich geilem Blick auf die Harbour Bridge und die Skyline von Sydney. Der Kunde, ein junger asiatischer Geschäftsführer eines Mobiltelefongroßhandels zieht mit Frau und Baby aus dem 17. Stock, in die Dover Heights in eine 3 stöckige Luxushütte. Insgesamt waren wir 11 Stunden inkl. Fahrzeit mit dem Auftrag beschäftigt. Aber es ist aufregend und toll gewesen, zu sehen wie manche Häuser und Wohnungen von innen aussehen.

Blick aus der alten Wohnung des Kunden

Dean und Oliver, meine Kollegen beim sichern der Ladung
Darauf folgten bis jetzt noch 2 weitere Aufträge, obwohl ich mich in der Zwischenzeit dann doch etwas gelangweilt habe und auch schon dabei war für andere Jobs zu bewerben, bis Heute! Oliver kam vorbei um mir meinen Lohn auszuzahlen. Dabei fragte er mich ob ich Lust hätte nach Brisbane zu gehen. Ich war erst mal irritiert und er klärte mich auch gleich auf. Durch die Flutkatastrophe kürzlich sind sehr viele Anfragen/Aufträge eingegangen, welche „Fragile Removals“ in Melbourne dazu bewegt hat kurzerhand 2 weitere Trucks zu entsenden und diese in Brisbane einzusetzen. Da es dort aktuell kein Team gibt, soll Oliver das Ganze übernehmen und er möchte dass ich mit Ihm und den anderen mitkomme und dann auch gleich zum 31.01. Da diese Nachricht noch Ofenfrisch ist und ich um ein entsprechendes finanzielles Angebot hierfür gebeten habe, wird sich zeigen was kommt. Ich für meinen Teil, bin zum 1000km entfernten Roadtrip und einem neuen Abenteuer in Brisbane bereit.  Wenn es soweit ist, lass ich es euch natürlich wissen. :-)


Bis dahin – have a good one.

Oli beim posen, vor der neuen Villa des Kunden

30 Dezember 2010

Letztes Update 2010

Mein erster Job 

So nach etwas längerer Pause habe ich mal wieder Zeit und etwas Material, welches ich in meinen Blogeintrag packen kann. Einige von euch haben etwas evtl. am Rande mitbekommen dass ich auf dem Bon Jovi Konzert gearbeitet habe. Es war einen hammergeile Sache, aber auch nur ein Abend lang. Über das WTC (Work and Travel Office) habe ich diesen Job vermittelt bekommen. Bei einem Stundenlohn von 28 AU$ konnte ich auch einfach nicht nein sagen. Wie fast jeder andere Job hier in Australien auch, gibt es immer irgendwelche Voraussetzungen für einen Job die man erfüllen muss. Hier musste man Stahlkappenschuhe haben um antreten zu können, welche ich mir kurzerhand für 35 AU$ im Internet organisiert habe. Das WTC wollte mir welche für 50 andrehen, to make profit. 


Jedenfalls musste ich um 21:45 im Sydney Moorepark Stadium erscheinen, dort wurden alle Mitarbeiter gleich entsprechend mit T-Shirt Farben eingeteilt. Ich hatte ein schickes dunkelblaues Bon Jovi Tourshirt, welches ich am Ende auch behalten durfte.  :-) Bevor es los ging mussten wir das Ende des Konzertes abwarten, welches sich noch über eine dreiviertel Stunde hinaus zog. Wir genossen solang die Zugabe von Jon Bon Jovi, Backstage versteht sich, aber mit Bildschirm und Sicht auf Ihn. Ich gehörte den Pushern an. Unsere Aufgabe war es,  alles Material in Rollcontainer und Kisten zu packen und von der Bühne, durch das Stadion raus, in Trucks zu schieben. Die Kisten wogen zwischen 50 und 900kg. Keine ganz so einfache Arbeit, aber lustige und angenehme Kollegen, vor allem gut bezahlt.  3:30 Uhr war dann auch Schluss. Soviel zu meinem ersten und bisher auch letzten Arbeitstag.



Die Tage vor Weihnachten und Byron Bay mit alten Gesichtern

In den darauffolgenden Tagen ist nicht wirklich viel Spannendes passiert,  ich habe mich um einen neuen Job bemüht und mal bei ALDI, Hoyts Cinemas und anderen kleinen dubiosen Geschäften beworben. Die restliche Zeit habe ich mit kochen, beachen und Sightseeing verbracht.  Um mal Abwechslung zu dem Ganzen zu bekommen hatte ich mich entschlossen Weihnachten mit bekannten Gesichtern aus der Heimat zu verbringen.


Nachdem ich bei Greyhound Australia mir ein Busticket für 90 AU$ raus gelassen hatte, habe ich mich kurzerhand Donnerstagabend um 23 Uhr in den Bus gesetzt und mir 12,5 Stunden Fahrt nach Byron Bay gegeben. Nach einer anstrengenden und schlaflosen Nacht wurde ich an heilig Abend herzlichst von Dido in Byron Bay empfangen  :-) Anschliessend habe ich noch Melissa und Miri in die Arme geschlossen noch einige weitere Deutsche Freunde von den Mädels kennen gelernt.  3 Tage Aufenthalt und praktisch nur Regen, aber ein sehr schönes Weihnachtsessen mit 22 Deutschen an einem Tisch und einer anschließenden Party im lokalen Club „CocoMangas“.  Die erste Nacht habe ich im Auto auf einem Supermarktparkplatz verbracht (fett ungemütlich, aber ich war auch besoffen und mich kümmerte Komfort nicht).  Die Zweite auf dem Campingplatz auch im Auto, welche deutlich chilliger und organisierter war, wo wir aber beim verlassen nichts gezahlt hatten *ups* ;-)  Die dritte Nacht haben wir auf halbem Heimweg in Port Macquarie, in einer Sackgasse eines Wohngebietes verbracht, welches neben einem Waldstück war und voller Mücken. Zu unserer Überraschung grasten am nächsten Morgen keine 50m von uns 2 Kängurus. Allein für diesen Moment, hat es sich gelohnt hier her zu kommen :-)


Anschliessend hatten wir unerwarteten Besuch von der Polizei, die wissen wollte was hier machen. Auf meine Antwort dass wir ein paar Stunden eine Pause gemacht hatten obwohl offensichtlich war dass wir übernachtet haben, haben Sie sich freundlich verabschiedet und einen schönen Tag gewünscht.  Zur Info: Schlafen im Auto wird mit 300 AU$ pro Person bestraft.  Im Grunde ist die Polizei sehr tolerant und verteilt keine Strafzettel, dennoch muss man sich vor den Rangern in Acht nehmen, die eher einen Strafzettel verteilen. 
 
Jobs in Aussicht

Heute habe ich mich auch erneut um einen Job bemüht und hatte prompt ein Vorstellungsgespräch in einer Wäscherei. Eine ziemlich abgefuckte Industrie-Gegend, in welcher man sich Nachts nicht rumtreiben sollte. Die Wäscherei hat auch den typischen Hinterhofcharme, mit hohem Ausländeranteil (überwiegend Asiaten), alten Geräten, viel Lärm, großen Waschtrommeln und altem abgestellten Krims Krams.  Ein Blick in Google Streetview zeigt euch auch wie der Laden aussieht:
                                                                                                                                                 
Arbeitszeit: 8 Uhr – 16 Uhr inkl. 30min Mittagspause
Bezahlung:  13,50$ / Stunde
Entfernung: 10km
Fahrzeit mit ÖPNV: 1 Stunde (Bus, Bahn, zu Fuß)
Nachdem ich meine Daten auf einem Bewerbungsbogen hinterlassen hatte, wird man mich bei Bedarf und Durchsicht meiner Unterlagen durch den Manger zurück rufen. Wahrscheinlich schon morgen.
Ein weiterer Job, welchen ich heute im Hostel am schwarzen Brett gefunden hatte, hat mich neugierig gemacht. Eine Möbeltransport/Verpackungsfirma sucht noch Helfer.  Nach einem kurzen Gespräch mit Oliver dem Verantwortlichen, hatte er mich vermerkt und gibt mir weitere Details am Sonntag den 2.01. Hauptaufgabe ist es Möbel zu verpacken, zu verladen und beim Kunden auszuliefern und wieder auspacken. Eine feste Arbeitszeit gibt es nicht, aber er machte mich darauf aufmerksam dass er in der Weihnachtszeit ca. 60-70 Stunden die Woche gearbeitet hatte. Dafür gibt’s wenigstens gut Geld  ;-)
Bezahlung: 14-16$ / Stunde abhängig von Position
Entfernung: Nicht bekannt, aber im eigenen Viertel (max. 5km)
Fahrzeit: Mitarbeiter wird angeblich abgeholt.

Letzter Job würde mir eher zusagen. Mal schauen was dabei rumkommt.

Kleinigkeiten am Rande
Das Wetter spielt nach meiner Rückkehr aus Byron Bay wieder ordentlich mit und die Temperaturen klettern schnell nach oben. Klar dass man das für einen Strandbesuch ausnutzen sollte, welcher mir gestern direkt nach 5 Stunden einen Sonnenbrand verpasst hat.  Mein Vorteil den anderen Gegenüber die auch einen kassiert haben: Meinen sieht man durch meine tolle Bräune nicht so gut :-)


Den ersten Stress mit dem Vermieter habe ich auch kassiert, nachdem ich die Mädels mit denen ich von Byron Bay zurück getourt bin, habe im Hof mit Ihren Autos schlafen und stehen lassen. Der Vermieter ließ sich nicht lumpen und kassierte prompt pro Person 10$ fürs Parken, Duschen und Internet mitbenutzen. Ein indirekte Drohung per SMS, dass meine Kaution drauf gehen würde, sollte es Schäden am Haus (beim ausparken) oder Sonstige geben, gabs oben drauf. Die Wogen sind dennoch wieder geglättet worden und der Vermieter ist wieder sehr freundlich, natürlich erst als er die Kohle gerochen hatte. Weiterhin hat mein Mitbewohner Hendrik, eine neue Mitbewohnerin in unsere kleinen 4 Wände gebracht. Dani wird für vorraussichtlich 7 Tage die 3. Im Bunde unseres kleinen Flatsharingrooms sein.
Nun ja, Silvester steht unmittelbar vor der Tür und bei allen steht die Frage ins Gesicht geschrieben, wo wir das Feuerwerk anschauen werden. Es gibt viele Orte, mit guter oder schlechter Sicht, gratis oder mit knallharten Eintrittspreisen. Eins ist auf jeden Fall klar, einen guten Platz zu finden ist nicht so einfach wie bisher gedacht. An einigen Plätzen ist das mitbringen von Alkohol nicht gestattet, jedoch Picknickkörbe mit essen und alkoholfreien Getränken. An anderen wiederum darfst du nichts mitbringen und noch Eintritt zahlen. Oktoberfestähnliche Zustände werden mit Sicherheit an einigen Orten herrschen, was bedeutet dass ich auf jeden Fall vor 8 Uhr  mir ein schickes Plätzchen morgen suchen werde und dann eine Menge Bilder schießen werde.


Soweit die aktuellen Meldungen . Nach dem Blogeintrag hier, sortiere ich die neuesten Bilder für euch aus und stelle Sie ins Facebook. Ich wünsche allen einen guten Rutsch in das neue Jahr, möge das Jahr 2011kommen. Viele Liebe Grüße aus Sydney :-)







17 Dezember 2010

Neue Unterkunft – neue Gegend – neue Herausforderungen

Tag 10 meiner Australienreise geht zu Ende und es gibt wieder einiges zu erzählen. Wie bereits im vergangenen Post angekündigt, habe ich mich um eine neue Unterkunft gekümmert und so wohne ich jetzt in einem Zimmer eines Einfamilienhauses im Stadtteil Maroubra, welches ich mir mit einem Deutschen, dem Hendrik, teile. Auf 3 weitere Zimmer verteilt wohnen 2 Australier, 1 Australierin und 3 Backpackerinnen aus Irland, welche alle im Alter zwischen 18 und 25 sind. Alle sind angenehm und immer für ein Gespräch zu haben. Bestes Training um sein Englisch aufzubessern, fernab der Touri- und Backpackermeile.
Da diese Unterkunft preislich, Ausstattungsmäßig und von der Entfernung zum Stadtzentrum sehr attraktiv war, habe ich direkt zugeschlagen. Um es direkt mal zu vergleichen: Hostels kosten zwischen 28-32 AU$ pro Nacht. Aktuell zahle ich 17 AU$, was summarum 125 AU$ die Woche macht. Für deutsche Verhältnisse eine Frechheit, für australische ein Schnäppchen. 



Ansonsten ist das hier eine sehr nette mittelständische Gegend. Aldi, Subway, McDonalds und weitere Einkaufsmöglichkeiten sind in 10min zu Fuß zu erreichbar, ebenso wie eine Vielzahl von Bussen in alle Richtungen wofür ich mir extra ein Multiticket zugelegt habe, welches unbegrenzte Fahrten beinhaltet. Das Stadtzentrum (Central) oder die Harbour Bridge/Opera House sind ca. 40min mit dem Bus entfernt. (12km) Der Strand ist auch einfache 20 Fußminuten von hier entfernt . Einige von euch haben in Facebook das eine oder andere Bild bereits gesehen. Etwas bräune habe ich auch schon mitgenommen hier. :-)



Job

Jobtechnisch hat sich leider nicht viel getan. Ich hatte am Mittwoch ein Jobinterview in einem Handy Reparaturservice, welcher seit 2-3 Monaten schon nach einem neuen Mitarbeiter sucht. Ich hätte perfekt rein gepasst, allerdings hätte ich mindestens 1 Jahr bleiben sollen. Sollte ich dennoch mich entscheiden wieder zu kommen oder länger zu bleiben, wäre ich herzlich willkommen mich wieder bei Ihm zu melden. Somit geht die Suche nach einem Job weiter.
Aktuell lässt sich auch sonst nicht viel machen, da das Wetter zu wünschen übrig lässt. Es gab heute den ersten Regenschauer mit Blitz und Donner, was auch weiter anhalten wird, somit werden wir die Zeit in Shopping-Malls, mit der Jobsuche oder mit etwas Sightseeing in Sydney totschlagen. Denn so schnell lasse ich mich aus Sydney nicht rausjagen, schließlich möchte ich bis Mitte Januar hier bleiben. 

Deutsche Autos, deutsche Produkte und deutsche Firmen

Kuriositäten und Preisschocks habe ich hier auch schon einige erlebt. Einige von euch werden wissen, dass auch ALDI hier in Australien seine Märkte positioniert hat und das mit einem wahnsinnigen Erfolg. Für uns Deutsche kaum vorstellbar, aber dennoch sind die Preise hier richtig gesalzen. Einige Produkte wie Schokolade (Moser Roth, Merci, Lebkuchen, Edelmarzipanbrot, Haribo) oder Brotaufstriche etc. werden direkt aus Germany importiert. Teils sogar mit Preisaufschlägen von bis zu 300% und das nach Umrechnung in AU$. Mal davon abgesehen dass die heimischen Produkte auch zu luxuriösen Preisen verkauft werden. Ich hatte einer Frau bei ALDI erzählt, die Mozartkugeln für 7,99AU$ (5,91€) kaufte, dass diese in Deutschland für ca. 2€ über die Ladentheke gehen. Dennoch empfand Sie den Preis für angemessen, da Sie das letzte Mal Mozartkugeln in Wien gegessen hatte und diese hier als Schnäppchen empfand. Durch unseren eigenen Sparzwang, haben wir jedenfalls schon gute Erfahrungen sammeln können, wo und mit welchen Produkten der deutsche Backpacker sich hier günstig mit Lebensmittel versorgen kann ohne direkt mal 50$ raus geschmissen zu haben.
Weiterhin trifft man auf den Straßen hier auf viele deutsche Autos aber auch japanische und amerikanische. VW, Mercedes, Porsche oder Opel (hier unter dem Namen „Holden“) dominieren die Straßen im Oberklassesegment, danach gefolgt von Ford, Toyota, Honda usw. bis auch hin zum Smart. Sogar die Busse sind von den Schwaben. Einige Firmen haben sich auch nieder gelassen. Miele mit vielen Einsatzfahrzeugen, Löwenbräu mit einem Restaurant (wo ich mir evtl. einen Job erhoffe), Deutsche Bank, ALDI und viele weitere mir noch nicht bekannte :-D



Folgendes steht so demnächst noch an: Jobsuche (wie immer), Ausflug in die Blue Mountains, Beachen @ Bondi Beach oder Maroubra Beach, evtl. Zoo, Sydney Tower mit top Aussicht, ah und da wäre noch Weihnachten, was ich durch die sommerlichen Temperaturen hier schon sehr verdrängt habe. :-)
Keep on reading guys and have good one. More to come soon..

10 Dezember 2010

Zeit für ein paar Zeilen...

Fangen wir in kurzen

Nach unserer Ankunft am Flughafen gegen 7 Uhr morgens, erwartete uns bereits ein Mitarbeiter der "Work&Travel Company" (nachfolgend WTC), welcher uns zu einem Meeting-Point brachte, an dem bereits 7 andere Deutsche Backpacker warteten. Somit sind Montags bei unserem Abflug in Frankfurt, parallel noch andere mit unterschiedlichen Fluglinien gestartet. (Qantas, Emirates, Korean,  whatever). Angekommen an unserer Herberge mussten wir erstmal 2-3 Stunden bis zum Checkin warten, welche dazu genutzt wurde,  uns ein kleinen Vorgeschmack von der Stadtmitte zu geben und im Büro der WTC die ersten Informationen zu erhalten. Natürlich noch in teilweiser Abflugskleidungsmontur, was bei feuchten 26 Grad unangenehm war.
Zurück im Hostel, wurden alle auf verschiedene Zimmer verteilt und dann gab es auch die erlösende Dusche.

Meine Zimmermitbewohner: Ein Koreaner, 28 Jahre alt. Ein Taiwanese, 25 Jahre alt. Der Hammer zum Schluss: Ein älterer Herr der das Hostel wohl sicher mit dem Altersheim verwechselt hat. Er war sicher 90 und kam meines wissens nach aus Sydney. Er konnte auch nicht mehr klar und deutlich sprechen. Sein gehör war auch dementsprechend schlecht. Jedoch just in diesem Moment wo ich diese Zeilen tippe haben mich alle 3 schon wieder verlassen.

Einige schöne Momente habe ich auch bereits erlebt und es gibt eine Menge Dinge die anders oder verblüffender Weise ähnlich wie bei uns sind. Dazu schreibe ich aber ein ander mal was.


Ich muss sagen, ich genieße jetzt schon mit meinen neuen Freunden hier unten die Zeit, was es mir etwas erleichtert so weit weg zu sein :-)
Dennoch ist alles nicht so einfach wie man es sich vorstellt. Einerseits hat man so genau keinen Plan was man die nächsten Tage machen möchte, andererseits würde ich gerne (und so geht es den anderen auch) mit meinen neuen Freunden die Zeit verbringen. Das gestaltet sich aktuell noch ganz leicht aber folgende Punkte machen das Ganze zu einem schweren Unterfangen:


1. Hostels sind teuer und werden von Zeit zu Zeit immer teurer, da Weihnachten und Silvester vor der Tür steht und jeder in Sydney sein möchte zu der Zeit. So hab ich vor 20min mit Glück ein freies Bett im Hostel bekommen, da ich eigentlich nur bis morgen gebucht hatte. Habe soeben verlängert bis Montag für gesalzene 64 AU$. Was nach Montag kommt, steht noch in den Sternen. Ich bemühe mich um ein flatshareroom.


2. Sind die Lebenshaltungskosten hier in der Stadt an sich schon sehr hoch. Die Preisspanne ist immens und Produkte wie Shampoo, Schokolade, Alkohol sind teilweise so teuer, dass du sogar in der Schweiz günstiger leben kannst.

Aktuell hab ich sogar womöglich einen Job in Aussicht, denn wenn ich Sydney bleiben möchte, sollte der Geldbeutel nicht allzu sehr leiden. Das Geld ist schneller weg als man glaubt. Manch einer meiner mitreisenden hat bereits fast 400 AU$ ausgegeben in 3-4 Tagen. Ich soweit erst 180AU$.

Soweit so gut.. einfach dran bleiben. Bald gibts wieder ein Update.!

08 Dezember 2010

1 hour left



Guten Morgen oder besser guten Abend,

Es ist Dienstag der 7.12.10 - 19:54 Uhr oder nach Sydney-Zeit der 08.12 05:54.

Ich habe soeben mein Frühstück hinter mir und genieße den Sonnenaufgang zu meiner linken Seite. Es ist noch knapp eine Stunde bis Sydney und die Spannung steigt.

Der erste Teil meines Fluges war wenig spannend und ich habe lediglich 30min Schlaf, bei 10 Stunden Flug gehabt. Meinen netten Mitreisenden ging es ähnlich. Nach 5 Stunden in Seoul mit Dunkin Donuts, gratis WLAN, einer Relax-Area und nem guten Schnäppchen im duty free Liquor store, ging es turbulent weiter. :)

Etwas ausgeschlafener betrete ich ab 7 Uhr Ortszeit Sydney. Möge das Abenteuer Australien beginnen.

05 Dezember 2010

Der Blog ist eröffnet

Hallo und herzlich willkommen in meinem Blog.
Nach langem hin und her überlegen, habe ich mich doch entschlossen, ein kleines Reisetagebuch, zu meiner bevorstehenden Work&Travel Abenteuerreise nach Australien zu erstellen.

Ich danke allen, die gestern bei meiner Abschiedsfeier dabei waren und mich verabschiedet haben. Ich hab mich riesig über euer kommen gefreut. :)

Danke auch an meine lieben und netten Freunde für das delikate 1,80m Subway Sandwich :D



Coming up next: Packen, packen ah und noch packen und ja dann ist die Zeit auch abgelaufen. Morgen gehts los. Abflug morgen 19:10 Uhr @ Frankfurt!

Alle weiteren Bilder zu dem Abend findet Ihr hier